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Pharma Forum 2026 – Unified Namespace (UNS) im GMP-Umfeld

Von der Vision zur Realität? Am Pharma Forum 2025 haben wir über das Potenzial des Unified Namespace gesprochen. 2026 sprechen wir über Umsetzung im regulierten Umfeld. Dabei haben wir UNS nicht nur konzeptionell diskutiert, sondern in einem realen Projektumfeld getestet.

Im Rahmen eines Proof of Concept wurden folgende Komponenten aufgebaut und validiert:

Redundante OPC UA Server (Open PCS7)
HiveMQ Edge Gateways
Redundantes MQTT Broker Cluster
Anbindung an AVEVA PI
Durchführung von Failover-, Buffer- und Recovery-Szenarien

Ziel war eine belastbare, GMP-fähige Architektur. Denn die vorhandenen Produktionsumgebungen in der Pharmaindustrie sind stabil – aber gewachsen. Obwohl die PCS7-System-Umgebungen zuverlässig laufen und eine Anbindung an den PI Historian etabliert ist, sind die  weiteren Schnittstellen über Jahre entstanden. Die Architektur gleicht jedoch zunehmend einem Geflecht aus Punkt-zu-Punkt-Verbindungen.

Neue Anforderungen verschärfen die Situation:

Höhere Transparenzanforderungen
Mehr Datenkonsumenten (Analytics, Data Science, MES, Reporting)
Wunsch nach skalierbaren Architekturen
Strategische Initiativen wie Smart Manufacturing

Die zentrale Frage:

Wie werden Produktionsdaten zukunftsfähig, ohne Compliance zu gefährden?

Genau dieser Frage sind wir gemeinsam mit unserem Kunden nachgegangen. Als OT-Experten haben wir nicht nur die technische Anbindung betrachtet, sondern insbesondere Datenintegrität, Redundanzstrategien sowie Buffer- und Recovery-Szenarien geprüft und in eine tragfähige GMP-Architektur eingebettet.

In der Praxis zeigt sich, wo der tatsächliche Mehrwert liegt: Systeme müssen nicht mehr direkt miteinander verbunden werden, sondern kommunizieren über eine zentrale strukturierte Datenplattform. Neue Anwendungen lassen sich schneller anbinden, zusätzliche Datenkonsumenten können integriert werden, ohne die bestehende Architektur neu zu verdrahten. Produktionsdaten stehen für Auswertungen und Analysen nahezu in Echtzeit zur Verfügung, während die Gesamtarchitektur langfristig flexibler und besser erweiterbar wird.

Doch genau hier entstehen häufig falsche Erwartungen. Ein Unified Namespace ist kein Produkt, das man installiert und das danach automatisch Ordnung schafft. Ohne klare Struktur, verbindliche Namenskonventionen, definierte Governance und abgestimmte Verantwortung zwischen IT und Produktion entsteht kein Mehrwert, sondern ein neuer, schwer kontrollierbarer Datenraum. Die technische Umsetzung ist lösbar. Entscheidend ist die architektonische Disziplin.

Fazit: Der Unified Namespace funktioniert. Aber nicht so einfach, wie es in vielen Präsentationen dargestellt wird.
Bild von Sascha Zeller, Teamleiter OT Solutions bei ControlTech Engineering AG.

Wie lässt sich ein Unified Namespace GMP-konform umsetzen?

Buchen Sie ein unverbindliches Gespräch mit Sascha Zeller, Bereichsleitung Data Management.

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Wenn Sie erfahren möchten, wie wir diesen Weg konkret umgesetzt haben und welche Erkenntnisse sich daraus für regulierte Produktionsumgebungen ableiten lassen, besuchen Sie unseren Vortrag am Pharma Forum.