OT Data Layer – Wie die richtige Integration Mehrwert schafft
Hinter dem Begriff «OT DATA» verbirgt sich mittlerweile mehr als nur Langzeitarchivierungssysteme. Als Fundament für Datenaustausch und -analysen ist der OT Data Layer in integrierten Umgebungen heute der zentrale Dreh- und Angelpunkt der horizontalen und vertikalen Datenkommunikation. Doch welche Mehrwerte, Chancen und Risiken bringt die Einführung eines OT DATA Layers in globalen Umgebungen mit sich?
Ursprünglich ging es im Bereich OT DATA darum, die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen für alle anfallenden Produktionsdaten zu erfüllen. Dies geschah zunächst auf den einzelnen standalone Geräten. Im Zuge der Vernetzung im Automationsumfeld führte der Weg zu HistorianWas versteht man unter Historian?Ein Historian ist eine spezialisierte Datenbank-System, das Produktions- und Prozessdaten kontinuierlich sammelt und für Analysen sowie die Überwachung von Abläufen bereitstellt. Systemen, die zentral alle Daten «sammelten», um sie im Langzeitarchiv zu speichern.
Vom Datengrab zur Datendrehscheibe
Nachdem mittlerweile viele Firmen ein Langzeitarchivierungssystem (DATA Historian) implementiert haben und nahezu alle Daten gesammelt werden, geht der Weg weg vom «Datengrab» hin zur «Datendrehscheibe». Ziel ist es, «das Gold an Informationen» also den Mehrwert der Daten zu nutzen, um Erkenntnisse daraus zu gewinnen.
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In modernen OT Umgebungen wurde aus dem Langzeitarchivierungssystem ein sogenannter OT Data LayerWas ist OT Data Layer?OT Data Layer verbindet Geräte, verarbeitet Daten, überwacht Prozesse und sichert den Datenaustausch. Er stellt Daten für ERPs wie SAP zur effizienten Steuerung von Geschäftsprozessen bereit., in dem sich meist noch viele weitere Teilsysteme befinden. Neben dem DATA Historian sind ein MESWas ist ein MES-System?Ein MES-System (Manufacturing Execution System) steuert und dokumentiert die Produktion vom Rohstoff bis zum Endprodukt durch automatisierten Echtzeit-Datenaustausch mit den Anlagen. (Manufacturing Execution System) und/oder ein LIMSWas bedeutet LIMS?Ein LIMS ist eine Software zur Organisation von Laborproben und Arbeitsprozessen. Es unterstützt Analytik-Labore bei der Datenerfassung sowie der Begleitung sämtlicher Arbeitsschritte. (Labor-Informations- und Management-System) in vielen Umgebungen ein fester Bestandteil. Zudem dient der OT Data Layer als Schnittstelle zu übergeordneten Enterprise Resource Planning (ERP)Was ist ERP?ERP (Enterprise Resource Planning) ist eine integrierte Software zur zentralen Steuerung von Geschäftsprozessen. Sie verbindet Bereiche wie Produktion, Einkauf, Vertrieb und Personalwesen. Systemen wie SAPWofür steht SAP?SAP (Systeme, Anwendungen, Produkte) integriert Finanzen, Logistik und Produktion in einer Datenbasis. Das vermeidet Mehrfacheingaben, erhöht die Transparenz und macht Arbeitsprozesse effizienter..
Je nach Umgebung befindet sich der OT Data Layer direkt in einem Produktionsgebäude an einem Standort, global über mehrere Standorte verteilt oder mittlerweile auch in privaten oder öffentlichen Cloud-Umgebungen.
Zu den gängigen Komponenten im OT Data Layer gehören auch Reporting, Visualisierung und Dashboarding-Systeme. Dadurch können Daten und Informationen aus verschiedenen Systemen konsolidiert, auf Info-Displays oder Dashboards visualisiert oder in Reports dargestellt werden.
Ein weiterer Punkt, der immer mehr zum Tragen kommt, ist, dass z. B. Maintenance-Daten (unkritisch) direkt über das OT Data Layer mit verschiedenen Stakeholdern / Lieferanten über die Unternehmensgrenzen hinaus ausgetauscht werden. Durch eine cloudbasierte Datenhaltung können relevante Daten für Dritte aber sicher und kontrolliert bereitgestellt werden.