VMware beendet unbefristete Lizenzen und sorgt für immense Mehrkosten
Der Hersteller VMware, welcher mit vSphere Computersysteme virtualisiert, wurde Ende 2023 verkauft. Das börsennotierte Unternehmen sorgt nun für Verunsicherung, denn das veränderte Lizenzmodell für die Software zieht beträchtliche Mehrkosten mit sich. Was das genau bedeutet, erklärt Michael Gempp, IT-System Architect bei ControlTech Engineering AG in Liestal.
Was ändert sich mit dem neuen Lizenzmodell für die Produkte von VMware genau?
Für viele VMware-Kunden wird sich die Art, wie sie die Produkte bezogen haben, in Zukunft stark ändern. In der Vergangenheit versuchte VMware seine Kunden mit mehr oder weniger sanftem Druck dazu zu bewegen, von zeitlich unbeschränkten Lizenzen auf Abomodelle zu wechseln.
Nach der Übernahme stellt der neue Besitzer Broadcom die Kunden nun einfach vor vollendete Tatsachen. Laufende Supportverträge werden zwar noch erfüllt, aber es werden keine Supportverlängerungen für solche Lizenzen mehr angeboten.
Die neue Lizenzstrategie betrifft alle Produkte also auch vSphere Standard und vSphere Enterprise Plus. Das neue Lizenzmodell nutzt zur Berechnung der Kosten hardwarespezifische Parameter wie die Anzahl der Cores oder auch die Grösse des Speichers in TiB für vSAN. Das bedeutet für viele Kunden, dass sich die Kosten immens erhöhen werden.