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Neuinstallation des PCS neo Systems an der FHNW

Wie ein umfassendes Upgrade des PCS neo Systems an einer Anlage am Process Technology Center (PTC) der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Muttenz in Zusammenarbeit mit Siemens nicht nur bestehende Probleme behebt, sondern auch die langfristige Betriebsfähigkeit sichert.

Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Muttenz bietet im Bereich Life Sciences mit dem Process Technology Center (PTC) eine der modernsten Infrastrukturen Europas. Diese ermöglicht Studierenden eine praxisorientierte Aus- und Weiterbildung. Im Jahr 2020 stattete ControlTech Engineering AG (CTE) den Reaktor und das Lösemittellager des PTC mit dem Siemens-Prozessleitsystem PCS neo aus. Vier Jahre später ist ein umfassendes System-Upgrade nötig, um die langfristige Betriebsfähigkeit zu sichern.  

In Kooperation mit Siemens und CTE beschliesst die FHNW, das PCS neo System umfassend zu modernisieren. Dieser Schritt soll gleichzeitig die Betriebsfähigkeit und Effizienz der Anlage langfristig sicherstellen. Ein Upgrade würde PCS neo zudem mit wichtigen neuen Funktionen erweitern. Zum Beispiel um das Projektieren von Schnittstellen zu normkonformen Feldgeräten wie Remote I/Os, Frequenzumrichter, Packages Units, welche in der V3.0 noch über eine PCS7 Koppel CPU realisiert werden mussten. Als die Anlage mit dem PCS neo ausgestattet wurde, war das System noch in einer frühen Entwicklungsphase. Eine andere Realisierung war damals nicht möglich. Vier Jahre später sieht die Ausgangslage jedoch anders aus.  

System-Upgrade mit Herausforderungen bei der Inbetriebnahme

Neben dem Upgrade von PCS neo wurde auch die Firmware der VM Server aktualisiert. Darauf basierend sollte das PCS neo System von Grund auf neu aufgesetzt werden. Gleichzeitig würde Siemens das Projekt aufrüsten, damit CTE vor Ort testen kann. Während der Inbetriebnahme tauchten Probleme auf – insbesondere bei der Verbindung zu Fremdsystemen. Die Schnittstellen wurden gemeinsam mit Siemens überprüft und angepasst. Eine wichtige Neuerung im PCS neo System war die Verwendung von «Device Types» für die Verbindung zu Fremdgeräten. Diese Änderung erleichterte die Integration und Nutzung der Fremdgeräte, da die notwendigen Dateien direkt von Siemens geliefert und freigegeben wurden. Aufgrund der frühzeitigen Identifizierung und der festgelegten Massnahmen gab es keine grossen negativen Auswirkungen.  

Eine frühe Risikoanalyse und regelmässige Kommunikation auf Projektleitungsebene bringen den Erfolg!

«Obwohl es ein vergleichsweise kleines Projekt war, folgten wir dem CTE Standardprozess», erklärt Projektleiter Ronny Wasmer rückblickend. Das Kick-Off-Meeting zu Beginn des Projekts mit allen Beteiligten der CTE, Siemens und FHNW sorgte für Verständnis auf allen Seiten. «Deshalb konnten bei der Inbetriebnahme schnell Entscheide gefällt werden.» Wichtig waren bereits zu diesem Zeitpunkt die Diskussionen über alle relevanten Aufgaben und Projektrisiken. Trotz der Herausforderungen und des kurzen Stopps während der Inbetriebnahme wurde das PCS neo Projekt der FHNW erfolgreich abgeschlossen: «Wir mussten die exakte Projektierung der Schnittstellen zusammen mit Siemens prüfen, konnten aber mit den daraus gewonnen Erkenntnissen letztlich alle Fremdsysteme wieder erfolgreich ins PCS neo einbinden und testen. Weil genau ein solches Szenario bereits als Projektrisiko identifiziert und Massnahmen festgehalten wurden», fügt Ronny Wasmer an. Die frühe Risikoanalyse und die regelmässige Kommunikation auf Projektleitungsebene waren ausschlaggebend. 

Dank der vielversprechenden Anpassung der PCS neo Anlage kann die FHNW weiterhin eine praxisorientierte Ausbildung im Bereich Life Sciences anbieten. Dieses Projekt zeigt, wie wichtig enge Zusammenarbeit und sorgfältige Planung bei technologisch anspruchsvollen Projekten sind. Die Implementierung hat die Anlage wieder funktionsfähig gemacht und das interne Knowhow im Umgang mit PCS neo erweitert, was zukünftigen Projekten zugutekommen wird. 

Bild von Ronny Wasmer, Systems Engineer bei ControlTech Engineering AG.

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