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Standardisierte Schnittstellen zu Package Units (PU)
zenon

Standardisierte Schnittstellen zu Package Units (PU)

Warum sind wir der Meinung, dass die die Standardisierung von Schnittstellen bei Package Units unter dem Thema Trends und Visionen eingeordnet werden soll?

Wir stellen fest, dass die Integration von PUs in Gesamtsysteme zunimmt und dass es aus Erfahrung je länger je mehr und grössere Probleme gibt mit den Schnittstellen. Zudem haben wir auch die Erfahrung gemacht, dass die Lösung dieser Probleme immer wieder Knacknüsse sind und zu einem viel zu späten Zeitpunkt im Projekt erkannt werden, was durchwegs zusätzlichen Druck bedeutet.


Vor allem könnte mindestens im Voraus mit der QA geklärt werden, welche Menge von Signalen aus validierungstechnischer Sicht auch bei den PUs notwendigerweise abgeholt werden müssen. Es kann durchaus als Vision bezeichnet werden, dazu Lösungen zu finden.

Treibende Kraft für den vermehrten Einsatz von PUs sind oft die engen Termine in Projekten, was vor allem in den Ausführungsphasen zu vermehrten Parallelaktivitäten führt.

??> Standardisierung der Schnittstellen entschärfen die Situation!

Treibende Kraft für die höhere Integration der PUs in übergeordnete Systeme ist der laufend steigende Automationsgrad und die laufend steigenden Anforderungen der QA.

Es ist offensichtlich, dass wir erst von Schnittstellen bei PUs sprechen müssen, wenn auch welche gefordert sind. Solange eine PU ohne eine Verbindung zur Aussenwelt vor sich hin produzieren kann, dann sind Sie und wir weder gefragt noch gefordert. Der PU?Lieferant stellt die „Kiste“ hin und dann tut sie hoffentlich das, was sie soll.

Sobald jedoch auch nur ein paar wenige I/O?Signale mit einem übergeordneten Gesamtsystem ausgetauscht

werden müssen, muss das schon abgesprochen sein. Je mehr Signale kommuniziert werden müssen und je höher der Integrationsgrad der PU ins Gesamtsystem ist, desto komplexer werden die Schnittstellen und desto Leistungsfähiger müssen die Schnittstellen sein.

Auf Seite 8 der downloadbaren Präsentation ist  ersichtlich, dass die Querkommunikation bei den beispielhaft aufgezeigten Galenik?Anlagen weit nach oben gehen muss. Das heisst es muss über mehrere Ebenen kommuniziert werden. Zudem ist offensichtlich, dass es Sinn machen würden, die vielen Kommunikationsarten zu reduzieren und zu vereinheitlichen.

Es gibt aber auch durchaus Gründe für die Zurückhaltung von PU?Lieferanten bezüglich Weiterentwicklung der

Applikationssoftware und der Schnittstellen:

  • Wird nicht für nötig erachtet, weil Endkunden auf die spezialisierte Anlagentechnik angewiesen sind und die nur

mässig ausgeführte Automation so akzeptieren.

  • PU?Lieferant sieht keinen zusätzlichen Marktvorteil, wenn er Aufwand in die Weiterentwicklung der Funktionalitäten

und der Schnittstellen steckt ??> oft sind quasi Monopol?Situationen vorhanden!

 

Wenn alle Erkenntnisse beachtet werden, dann resultiert daraus das folgende Layout eines Gesamtsystems wie es auf Seite 19 der downloadbaren Präsentation dargestellt ist. Wir beschränken uns jedoch auf eine kleine Anzahl von Kommunikationstypen wie ProfiNet, OPC und TCP/IP auf Basis Ethernet. Weiter fällt auf, dass die PUs generell in der Automationspyramide nach oben gerutscht sind, was auch klar den höheren Integrationsgrad wiedergibt. Je nach Bedarf an verschiedenen Signaltypen sind hier an einzelnen PUs 2 Kommunikationsschnittstellen zu sehen. Diese sollen optimal an die Art der Signale und deren Zeitverhalten angepasst sein. Wir finden hier somit wiederum alle Kommunikationswege wie sie schon im vorherigen System?Layout vorgekommen sind.

 

Eine Formulierung der Schlussfolgerungen und eines Ausblickes gestaltet sich in Bezug auf eine Standardisierung der Schnittstellen bei PUs nicht einfach. Es spielen sehr viele Aspekte hinein, die beachtet werden müssen, dass eine kontinuierliche Entwicklung in Richtung Standard konsequent verfolgt werden kann.

Eine höhere Integration von PUs in Gesamtsysteme mit hohem Automationsgrad kann zukünftig mit vertretbarem

Aufwand nur erreicht werden, wenn auch die PU?Lieferanten ihren Beitrag dazu leisten. Zumindest muss der Wille bestehen, auf Anforderungen und Wünsche der Endkunden in Bezug auf Ausführung der Applikationssoftware und der Schnittstellen einzugehen. Dieser Aufwand muss natürlich bezahlt werden, aber es muss auch erkannt werden, dass die Einhaltung von Standards beidseitig dazu führen kann, die Marktposition zu verbessern. CTE verfolgt die Philosophie der Standardisierung schon seit 20 Jahren und wir werden uns auch weiterhin in diese Richtung entwickeln. Der Weg ist oft steinig, aber wir dürfen auch positive und überzeugende Resultate verzeichnen. Dies gib uns dann immer wieder neuen Auftrieb weiter zu machen!

--> Vortrag von Peter Bürgin

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