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Von digitalem Strom und sprechenden Räumen

Mit einer freundlichen Begrüssung, dem automatischen Öffnen aller Storen sowie dem Erhellen der notwendigen Lichter und passender Musik - So startet bei der CTE neuerdings der Tag für den ersten eintretenden Mitarbeiter.

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Im Zuge des Neubaus und der Sanierungen der bestehenden Büroräumlichkeiten hat nun auch – wie es sich für eine „Automationsbude“ gehört – die Gebäudeautomation Einzug gehalten. Bei der Wahl des Systems setzte CTE auf neuere Errungenschaften der Digitalisierung. Mit Digitalstrom, einem sehr offenen und stetig weiterentwickelten System, ist die CTE auch hier am Puls der Zeit. Neben der Intelligenz im Lichtschalter wurde mit „Skype for Business“ eine professionelle und zugleich voll in das Office-Umfeld integrierte Telefonielösung eingeführt. Je nach Arbeitsplatz oder -lokalität kann jeder Mitarbeiter mit Notebook und Headset, Smartphone oder Hardphone seine Anrufe entgegennehmen. Dies überall, wo es Internet oder GSM-Empfang gibt. Entgangene Anrufe oder Voicemails landen bequem im Email-Postfach. Die grösste Herausforderung des Vorhabens unterschied sich kaum von jenen in den Automations- und IT-Projekten im Arbeitsalltag: Schnittstellen! Denn ein Teil des neuen Konstrukts liegt nicht in den eigenen Händen. Die Kommunikation mit der Türgegensprechanlage und der Schliessbzw. Alarmanlage muss deshalb klar definiert sein. Sonst kommt es leider auch hier, aufgrund des hinkenden Fortschritts, zu umständlichen Konstellationen.

Bei einem scheinbar simplen Event wie „Klingeln“ kommen alle Systeme zum Tragen. Jetzt gut aufgepasst!
1 Die GSA meldet den Druck sofort an der Gegensprechstelle.
2 Da sich dort aber nicht zwingend jemand befindet, wird das Verlangen nach Einlass auch an die Gebäudeautomation und das Telefoniesystem übergeben
2a Ersteres ist relativ trivial mit binären DOs und DIs. Der Besucher wird entsprechend des gedrückten Klingelknopfs über die Lautsprecher im jeweiligen Bereich angemeldet: „Ein Besucher klingelt im ersten OG“. Gleichzeitig blinkt das Licht im Aufenthaltsraum, damit auch bei lauthalsen Diskussionen die Aufmerksamkeit gewonnen wird.
2b Letzteres ist eher umständlich. Vom digitalen Bussignal der Gegensprechanlage muss das Signal zur analogen Telefonie gewandelt (da keine VoIp-Unterstützung) und auf CTE-Seite mit einem VoIp-Gateway wieder digitalisiert werden. Auch hier werden entsprechend des gedrückten Klingelknopfs die richtigen Personen angerufen.
3 Zusätzlich erscheint auf dem Monitor eine smarte Applikation mit den Livebildern aller drei Zugänge. Nun kann der Mitarbeiter wahlweise
3a via VoIP-System gegensprechen und damit den Zugang freigeben oder
3b die Freigabe direkt über die Applikation geben.

4 Diese Freigabe geht aber nicht direkt an die Türe (das wäre zu einfach) sondern muss an die Alarmzentrale weitergegeben werden. Dies ebenfalls via diskreter IOs. Denn nur diese ist Herr über die verschiedenen Zugänge. Ganz ehrlich, es war teilweise ein steiniger Weg. Dafür kommen die Besucher nun aber meist ohne lange zu warten ans Ziel...